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Kwaku Appiah Zeitungsbericht
Schwarz ist die Hoffnung
Auf Kwaku Appiahs Home-
Aus dem heißen Ghana an der afrikanischen Westküste ins kalte Schwabenland. Appiah
zitterte („es war wirklich ein sehr kalter Winter“) am ganzen Leib, seine schwarzen
Finger, so schien es, leuchteten. So wurde er „Gold Finger“, frei nach dem legendären
James-
Fußball als Leidenschaft
Ein anderer Spitzname war „Idi Amin“ – ehemaliger Diktator Ugandas und einer der größten Schlächter des Schwarzen Kontinents. Die wenig schmeichelhafte Beschreibung resultiert aus der Zeit als Jugendfußballer. Gegnerische Stürmer, die auf den jungen Linksverteidiger prallten, wussten ein Lied von der robusten Spielweise zu singen. Von wegen gazellenartige Eleganz. „Du musst hart zulangen“, sagt Appiah.
Er lacht, als er das sagt. Fußball ist seine Leidenschaft, steht auf der Beliebtheitsskala
ganz oben bei dem heute 54-
In der Schwabenmetropole leben deutlich mehr Schwarzafrikaner als beispielsweise
in Pforzheim. In der Landeshauptstadt hat der Verein Ghana Union Stuttgart (GUS)
seinen Sitz. Von 2002 bis 2008 war er ihr Präsident. Seit 1991 ist er Chef der African
and Ghanaian Community, Mitglied der Union Ghanaischer Organisationen in Deutschland
– „aber man kann nicht alles machen“. Das klingt kokett. Besonders vor dem Hintergrund,
dass er die Afrika-
„Jeder von euch“, sagt Appiah, „denkt: Die in Afrika sind doch alle korrupt, die schaffen das nicht.“ Das Vorurteil will er widerlegen. „Deshalb die Festivals.“ Er kann es den Deutschen nicht verdenken. Das Bild, das seine älteste Tochter, Juliana, 23, von Afrika habe, schrieb die „Sindelfinger Zeitung“ im Vorfeld des Festivals in Böblingen, unterscheide sich nicht wesentlich von der Vorstellung der meisten anderen deutschen Altersgenossen. Wie auch? Juliana war noch nie in der Heimat ihres Vaters.
Schwestern in USA und England
Kwaku Appiah hingegen zog es bis zum Tod des Vaters vor fünf Jahren – seine Mutter starb zwei Jahre später – spätestens jedes zweite Jahr zu den Wurzeln zurück. Vier Schwestern wohnen noch dort, eine ist in Atlanta (USA), eine andere in London. Nur eine Schwester ist jünger als Kwaku.
„Es war nicht so einfach damals“, sagt der Mann, der im IT-
Erst Deutschkurs – dann Studium
Doch bevor er an der Uni Stuttgart Betriebswirtschaft studieren durfte, musste er wie jeder andere ausländische Student mit mangelhaften bis gar keinen Deutschkenntnissen zwei Kurse des Studienkollegs besuchen, damit er den Vorlesungen folgen konnte. Und dann hatte er sein Diplom in der Tasche – aber keinen Job. Eineinhalb Jahre wurde er auf EDV umgeschult, ging in Lohn und Brot bei seinem jetzigen Arbeitgeber.
Wie war das damals, verglichen mit heute? „Wir Afrikaner waren so wenige“, sagt er, „ein bisschen exotisch, da war kein Hass.“ Sie seien ganz normal in die Disco gegangen, ohne angepöbelt zu werden. Das Klima heute sei ein anderes.
Große Entrüstung
Und dann das: Der 45-
Es sind nur wenige Dinge, die dem gebürtigen Ghanaer einfallen, wenn er aufzählen soll, was ihm an Deutschland nicht gefällt: die Reserviertheit der Menschen – wenn man sie mit afrikanischer Lebensfreude vergleicht; das Wetter, das ihn frösteln lässt. Und eben die Fremdenfeindlichkeit. Dennoch: Noch nie sei er auf dem Fußballplatz wegen seiner Hautfarbe angepöbelt worden.
Auf der Haben-
Zweiter Zeitungsbericht:
<<<Zeitungsbericht II>>>
„Wir haben Angst vor Rassismus.“
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Kwaku Appiah